Der Lauenburgische Kunstverein und der Osburg Verlag laden ein zur Buchpräsentation und Lesung

Pavel Kohout
Die Schlinge

Ort | Refektorium des Ratzeburger Doms

Termin | 22. April 2010

Beginn | 19:30 Uhr

Weiterer Termin | Eine zweite Lesung, organisiert von der Stiftung Herzogtum Lauenburg, findet am Freitag, 23. April 2010 um 15.00 Uhr im Gymnasium Schwarzenbek statt.

Einladung |

Eine Frau zwischen zwei Männern. Ein Mann zwischen Ideologie und Leidenschaft. Ein Land zwischen Freiheit und Diktatur. Pavel Kohout erzählt in seinem lange erwarteten neuen Roman eine so spannende wie dramatische Geschichte von Liebe, Illusion und Verrat. »Die Schlinge« ist ein Prosastück auf höchstem Niveau: historisch genau, stilistisch brillant, souverän in Szene gesetzt.

Im Frühjahr 1948 versucht die Kommunistische Partei die politische Macht in der Tschechoslowakei endgültig an sich zu reißen. Einzig im Weg stehen ihr noch die Sozialdemokraten, verkörpert vor allem durch den charismatischen Parlamentsabgeordneten Felix Fischer, der sich vehement gegen die Aufl ösung seiner Partei sperrt. Vor diesem – realen – Hintergrund spielt die Handlung des Romans. Im Zentrum stehen Felix Fischer, seine Frau, die Schauspielerin Kamila Nostitzová, und der junge Dichter Jan Soukup. Letzterer, ein glühender Kommunist, verliebt sich leidenschaftlich in die Frau seines Freundes. Als der tschechische Geheimdienst versucht, ihn anzuwerben, muss sich Soukup entscheiden: Zwischen seinen Idealen und seiner Loyalität, zwischen der Liebe und der Freundschaft.

Pavel Kohout, 1928 in Prag geboren, ist als Schriftsteller und Dramatiker international bekannt geworden. Als einer der Wortführer des »Prager Frühlings« von 1968 wurde er aus der Kommunistischen Partei ausgeschlossen und über zwanzig Jahre totgeschwiegen. Gemeinsam mit Václav Havel verfasste er die »Charta 77« und wurde daraufhin 1979 ausgebürgert. Seit 1980 ist Pavel Kohout österreichischer Staatsbürger. Zu seinen bekanntesten Werken gehören: »August, August, August« (1968); »So eine Liebe« (1969); »Wo der Hund begraben liegt« (1987) und »Sternstunde der Mörder« (1995). Pavel Kohout lebt heute in Wien und Prag.